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29.08.2025Etappenfahrt 2025 – Ein „Social Ride“ für alle Generationen

Die 21. Auflage der Etappenfahrt der Staubwolke Refrath war weit mehr als eine sportliche Herausforderung: Sie war ein lebendiger Beweis dafür, wie generationsübergreifendes Miteinander funktioniert. 24 Teilnehmende unterschiedlichsten Alters schwangen sich am 21. August aufs Rad, um in vier Tagen von Refrath über Olpe, Limburg und Mayen zurück ins Rheinland zu fahren. Am Ende standen stolze 400 Kilometer, knapp 4.000 Höhenmeter – und eine Menge gemeinsamer Erinnerungen.
Sicherheit und Zusammenhalt im Vordergrund
Damit die bunt gemischte Gruppe aus routinierten Radsportlern, Einsteigern und Jugendfahrern sicher ans Ziel kommt, war Disziplin gefragt. Gruppenregeln, Rücksichtnahme und klare Zeichen hielten das Feld zusammen. Doch nicht nur auf dem Rad wurde Gemeinschaft großgeschrieben: Wer abends in den Jugendherbergen die Betten bezog, half auch mal den Jüngeren. Pünktlichkeit zum Essen und zur Abfahrt war ebenso Teil des „Trainings“ wie die richtige Technik am Berg.
Von Refrath zum Biggesee: Auftakt mit Sprung ins Wasser
Die erste Etappe führte die Gruppe bei bestem Rad-Wetter ins Sauerland, an den Biggesee. Nach 81 Kilometern, 907 Höhenmetern, einem Platten und einer steilen Zielanfahrt wartete dort die wohlverdiente Belohnung: eine Abkühlung im Wasser und ein geselliger Abend.
Über Hügel, Flüsse und Schleusen – sportlich wie kreativ
Die zweite Etappe führte 115 Kilometer durch das Sauerland und die hügelige Landschaft Hessens bis nach Limburg. Dort wartete nach fünf Stunden im Sattel ein kühles Eis als Belohnung. Der nächste Tag wurde kreativ als „Ruhetag“ genutzt: Statt Pedale zu treten, ging es per Zug und Boot auf die Lahn. Schleusenmanöver, Gesang von Ruderern und ein Zickzack-Kurs machten den Ausflug zu einem besonderen Erlebnis, das die Beine zwar schonte – aber die Arme forderte.
Rhenblicke, steile Rampen und eine süße Belohnung
Von Limburg führte die dritte Etappe über Montabaur an den Rhein. Ein besonderes Hindernis: die Überquerung des Flusses über eine Autobahnbrücke, die nur über lange Treppen erreichbar war – samt Rad im Arm. Doch die Mühe lohnte sich: Oben wartete ein grandioser Blick auf das Rheintal. Nach 95 Kilometern, knackigen Steigungen und Tunneln war die Ankunft in Mayen geschafft. Ein spendierter Eisbecher am Abend versüßte den erfolgreichen Tag.
Finale mit Aussicht und Trauben
Die Schlussetappe bot noch einmal alles, was das Radfahrerherz höherschlagen lässt: Weinberge, ein langer Anstieg zum Maubich-Pass, herrliche Ausblicke und schließlich die entspannte Rückfahrt entlang des Rheins. Gemeinsam rollte die Gruppe zurück Richtung Heimat – begleitet von Sonnenschein und bester Stimmung.
Ein „Social Ride“ im besten Sinne
Was bleibt, sind nicht nur Zahlen und Höhenprofile, sondern das Gefühl von Gemeinschaft. Dank der sorgfältigen Streckenplanung durch Bruno Zollfrank und Thomas Mertel, der Unterstützung des Bus- und Versorgungsteams Denis Brochhausen und Ralph Nachname? sowie der gegenseitigen Rücksichtnahme wurde die Fahrt zu einem echten „Social Ride“ – einem Erlebnis, das zeigt: Radsport verbindet.
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Und hier die Etappenfahrt als Tagebuch aus Sicht der Fahrerinnen und Fahrer:
Die diesjährige Fahrt ging von Refrath über Olpe/Biggesee nach Limburg, Mayen und wieder zurück. Eine 24köpfige Gruppe unterschiedlichsten Alters und Ambitionen radelte in 4 Tagen 400 Kilometer mit gut 4000 Höhenmetern durch NRW, Hessen und das Rheinland. Der Fokus lag selbstverständlich beim Thema Sicherheit für die gesamte Gruppe während der einzelnen Etappen und erforderte größte Disziplin und Umsetzung der bekannten Gruppenregeln. Daneben war Hilfe für die Jüngsten beim Bettenbeziehen oder auch soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit beim Essen und
der Abfahrt gefragt. Unsere Streckengurus Bruno und Thomas führten uns durch verkehrsarme und wunderschöne Nebenstraßen, und das Busteam mit Denis und Ralph verwöhnte die gesamte Truppe mit bester Verpflegung und dem schon erfolgten Transport der Taschen in die Jugendherbergen. Welch ein Luxus!
Gabi
Die 21.Etappenfahrt startete wie eh und je an einem warmen Donnerstagmorgen bei Zollfranks hinterm Haus. Nach dem Beladen des Busses und dem bekannten Begrüßungsritual, ging es mit kurzer Verspätung los in Richtung Olpe-Biggesee. Durch anfangs noch bekannte Straßen ging es bald an der Agger entlang zur Pause bei Kilometer 47. Nach einem von den Busfahrern vorzüglich vorbereiteten Mittagessen, was von vielen Wespen beneidet wurde, startete die 2. Hälfte der Etappe. Die Bahntrasse bot schon in den ersten 10 Kilometern einen kühlen Tunnel sowie einen Platten und brachte und bis kurz vors Ziel. Eine schmale Brücke sowie der letzte Anstieg des Tages hießen uns am Biggesee willkommen. Nach bezwungenen 81 km und 907 hm waren alle froh über eine Erfrischung im See, ein leckeres Abendessen und einen ruhigen Abend.
Lilly und Emily
Die zweite Etappe startete heute Morgen in Olpe. Auf 115 Kilometern und 1.296 Höhenmetern führte uns die Route Richtung Süden – durch das Sauerland, über hügelige Straßen, Wälder und kleine Ortschaften. Das Wetter war noch recht frisch, aber wir waren warm angezogen. Nach rund 65 Kilometern machten wir eine wohlverdiente Pause, bevor wir die zweite Hälfte der Strecke in Angriff nahmen. Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich unser Ziel die Jugendherberge in Limburg. Nach gut fünf Stunden Fahrzeit kamen wir zufrieden ins Ziel – eine Etappe, die uns landschaftlich wie sportlich viel geboten hat. Zur Belohnung gab es dort am Abend noch ein leckeres Eis.
Lukas und Gabriel
Kreative Auslegung des Ruhetages
Heute sind wir nach einem ausgedehnten Frühstück mit dem Zug an der Lahn entlang nach Villmar gefahren. Zuvor haben wir uns intensiv gedehnt und mobilisiert. Doch zuerst waren die Boote und Gabi nirgends zu sehen. Als dann Gabi mit Gebäck zurück war, kam auch das Auto mit den Booten und es konnte endlich losgehen. Direkt nach dem Start haben wir die erste Schleuse durchfahren. Diese war komplett mit Booten gefüllt und es wurde von einem Ruderteam lautstark gesungen. Nach einigen Kilometern sind wir durch eine zweite Schleuse gefahren. Nach insgesamt
12,5 anstrengenden Kilometern (oder mehr, wegen Zickzack-Kurs) waren wir zurück in Limburg. Im Anschluss wanderten wir noch zwei lange Kilometer zurück zur Jugendherberge und kamen noch gerade rechtzeitig zum Abendessen zurück.
Mattis und Cosmo
Nach einem ausgewogenen Frühstück haben wir um 10 Uhr die Jugendherberge in Limburg an der Lahn verlasen und sind mit dem Fahrrad Richtung Montabaur aufgebrochen. Anfangs war es noch etwas kühl, und von den vorhergesagten 22 Grad war erst später etwas zu spüren. Als wir dann den Rhein zwischen Neuwied und Koblenz überqueren mussten, stießen wir auf ein erstes Hindernis. Um diesen auf der Autobahnbrücke zu überqueren, mussten wir erst unsere Räder eine lange Treppe hinauftragen und spürten bald die Schmerzen der vorherigen Etappen in den
Beinen. Oben wurden wir jedoch mit einem herrlichen Ausblick auf den Rhein und die nahegelegene Stadt Bendorf belohnt. Unsere Pause machten wir kurz danach vor einem kleinen Sportplatz. Gut versorgt und gestärkt durch unsere beiden Busfahrer traten wir die restlichen Kilometer an. Zunächst führte uns der Weg durch Felder und vereinzelte Weinberge und ging dabei stellenweise mit bis zu 13 % Steigung stark bergauf. Erschöpft und zugleich neu motiviert fuhren wir dann über die Bahntrasse, was sich schwieriger gestaltete als gedacht, da viel los war und es einige Hindernisse gab. Zwei Tunnel und das Nette-Viadukt wurden durch- bzw. überquert. Gegen 17 Uhr erreichten wir schließlich die Jugendherberge nach einem kurzen 17%igen Anstieg und konnten uns nach dem Abendessen auf einen Eisbecher freuen, finanziert von einem großzügigen Spender. Am Abend ließen wir den Tag ausklingen und waren gegen 22 Uhr schlafen.
Paul B und Pelle
Heute Morgen sind wir in einer wunderschönen Jugendherberge in Mayen aufgewacht und haben dort ein leckeres Frühstück genossen. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zur letzten Etappe unserer Tour. Diese führte uns über 105 Kilometer, zunächst durch die schönen Weinberge entlang des Rheins. Die ersten 25 Kilometer hatten es in sich, denn es ging stetig bergauf, doch wir meisterten die Herausforderung gleichmäßig und im Team. Oben angekommen, konnten wir die herrliche Aussicht am Maubich-Pass genießen und ein paar Weintrauben stibitzen, bevor es weiterging. Nach knapp 60 Kilometern legten wir eine kurze Pause ein, um neue Energie zu tanken. Danach rollten wir entspannt am Rhein entlang und über unsere vertrauten Feldwege in Richtung Heimat. Das Wetter spielte mit, und die Stimmung in der Gruppe war durchweg großartig. Mit dieser Etappe endete unsere fünftägige Tour auf besonders schöne Weise. Insgesamt war die Fahrt ein voller Erfolg, an den wir uns noch lange erinnern werden.
Felix und Paul H