
Erich Hammerschmidt holt Podium in Dresden, Top Ten in den Dolomiten
25.08.2026Etappenfahrt 2026 – Sturmböen am letzten Tag, fast 5000 Höhenmeter und viele neue Etappenfahrer

Tagebuch Etappenfahrt 2026
Hilchenbach – Biedenkopf – Bad Marienberg
370 km – 4.737 Höhenmeter
Tag 1
Die 22. Etappenfahrt startete wie immer an einem frühen Donnerstagmorgen am Ende der Sommerferien. Um kurz nach halb 10 ging es mit 16 Mitfahrern und unserer Jugendwartin im Begleitbus los nach Hilchenbach. Die erste Pause machten wir nach 40 km an altbekannter Stelle am Anfang der Bahntrasse. Ausnahmsweise wurden wir nicht von den Wespen verfolgt und fuhren gut gestärkt weiter. Vorbei am Biggesee, wo wir letztes Jahr die erste Etappe beendeten, ging es durch viele Hügel durch den Kreis Olpe. Bei der zweiten, deutlich kürzeren Pause bei Kilometer 79 stärkten wir uns für den finalen Anstieg zum Hasenbahnhof. Nach 103 km und 1400 Höhenmetern erreichten alle ziemlich erleichtert die Jugendherberge. Nach dem Abendessen und einer Verschnaufpause mit Süßigkeiten klang der Abend noch mit einer entspannenden Dehneinheit aus.
Emily und Lilly
Tag 2
Der 2. Tag der Etappenfahrt umfasste eine Strecke von 52 km mit einer Höhenzunahme von 665 m, auf unserer Route lagen die Flussquellen Eder, Lahn und Sieg. Trotz berechtigter Befürchtung aufgrund von diversen Wetterberichten hielt sich der Regen in Grenzen, das wichtigste diametral zu unseren Sorgen. Als wir ankamen, erhielten wir ein Heißgetränk, Gratis! Nach wohltuender Dusche besuchten wir das Eiscafe Venezia und löschten den Kalorienbedarf wieder etwas. Vor dem mittelmäßigen Abendessen dehnten wir uns kurz. Der Abend klang mit tiefgründigen Gesprächen und einem Basketballspiel.
Linus und Pelle
Tag 3
Den Ruhetag der Etappenfahrt starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir uns dann doch mit den Rädern auf den Weg nach Caldern machten. Nach relativ flachen 20km erreichten wir eine etwas abseits gelegene Wiese, wofür wir die letzten Meter auf einem Schotterweg zurücklegen mussten. Auf besagter Wiese erhielten wir in den nächsten Stunden die Möglichkeit, nach Einweisung des Verantwortlichen, Bogen zu schießen. Die Zielscheibe mittig zu treffen stellte sich als außerhalb unserer Fähigkeiten heraus, sodass der Treffer der Scheibe allein schon ein großes Erfolgserlebnis war. Zudem mussten wir feststellen, dass zu diesem Sport nicht nur das Spannen des Bogens und das Zielen gehören, sondern auch die langwierige Suche nach Pfeilen. Gestärkt durch Laugengebäck und Weckchen machten wir uns auf den Rückweg nach Biedenkopf, wobei wir nicht ohne einen Stopp in der zweiten Eisdiele Biedenkopfs in die Jugendherberge zurückkehrten.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit einer Runde dehnen und Tischtennis spielen.
Toni und Emily
Tag 4
Am 4. Tag der Etappenfahrt fuhren wir 65 km mit 1000 Höhenmetern von Biedenkopf nach Bad Marienberg. Nach dem entspannten Frühstück packten wir unsere Sachen und fuhren um 10:15 Uhr los. Nachdem wir einige Anstiege überwunden hatten machten wir nach 42 km die von vielen ersehnte Pause. Dort gab es entspannte Plätze zum hinlegen und sitzen, während wir durch das simple aber leckere Essen neue Kräfte fanden. Wir fuhren die restliche Strecke zur Jugendherberge, wo wir ein paar Getränke und Snacks aßen. Nach ein bisschen Freizeit gab es Abendessen, und wir führten eine lustige Dehnsession durch. Nach einer dankbaren Feedback-Runde ging es daran, erschöpft zu schlafen.
Leander und Cosmo
Tag 5
Leider waren in diesem Jahr weniger Jugendfahrer dabei, so dass ich den letzten Bericht tatsächlich selber schreiben darf. Nach dem Frühstück und Packen verabschiedeten wir uns von Bad Marienberg. Nachdem wir in den ersten Tagen spätsommerliches Wetter genießen durften, war am Finaltag nur die Frage, wie oft wir wohl nass werden würden. Es ging durch wunderschöne Täler und nach den Anstiegen hatten wir oft grandiose Blicke über den Westerwald. Wie auch in den Vortagen, waren die von Bruno und Thomas zusammen gestellten Touren verkehrsarm und sehr ruhig. Trotzdem ereilte uns bei km 24 der erste Platte der Tour. Nach zwei nur leicht verregneten Pausen machten wir uns auf die letzten Kilometer. Vorbei an Seelscheid und Lohmar ging es zügig über die Panzerstraße, drohende Regenwolken ließen uns das Tempo deutlich erhöhen. In der Einflugschneise des Flughafens erwischte uns das Wetter dennoch – fiese Sturmböen, Hagel und heftiger Regen bremste uns aus – und alle waren in Sekundenschnelle nass bis auf die Haut. Den zweiten Platten in Brück, 5 km vor dem Ziel, konnten wir schon wieder im trockenen wechseln. Bei der Ankunft in Refrath schien dann wieder die Sonne, so dass sich alle voneinander gut gelaunt verabschieden konnten und sich auf die nächste Tour freuen! Auf den Tachos standen nochmals 106 km und 1379 Höhenmeter.
Gabi































